• Kunky

Hunde und Gesunde müssen draußen bleiben

Aktualisiert: vor 16 Stunden




Kunky saß auf der Parkbank. Hin und wieder drehte er seinen Kopf nach hinten und er sah auf das in großen Lettern verkündende Schild „Nur für Geimpfte“. Dann musste er Grinsen. Trotzdem war er sich nicht sicher, ob er es im Fall der Fälle darauf ankommen lassen wollte. Natürlich war er geimpft gegen Masern, Diphtherie, Kinderlähmung auch gegen Gelbfieber und verschiedenes mehr. Er hatte nicht alle Impfungen parat, die er im Laufe seines Lebens erhalten hatte. Aber, weil das Wort „geimpft“ im Lauf des letzten halben Jahres monopolisiert wurde, könnte das zum Problem werden. Wenn sich die hiesigen Blockwarte oder die sich durch besonderen Eifer auszeichnenden Kollegen des uniformierten Gewaltmonopols, hier im Schutz der ungesund beleibten blauweissen deutschen Eichen und der mit breiter deutscher Irakkriegstreiberinnen-Taille ausgestatteten Gebüsche unbemerkt an ihn heranschlichen, dann konzertiert aus ihrer Deckung sprängen und von ihm unter Versperrung aller Fluchtmöglichkeiten den Nachweis der Parkbank-Nutzungsberechtigung forderten, dann wäre das dieser Fall der Fälle. Natürlich weiß Kunky, dass es diesen Herr-en/-inninen nicht darum ginge, ob er geimpft wäre, es ginge um den Nachweis propagandakonformen Verhaltens. Es gibt bereits Universitäten, die ihren Studenten tatsächlich auferlegen, mit Bändern für jeden deutlich sichtbar einen Status zu dokumentieren, der sie über die anderen erhebt, die diese Bänder nicht tragen. Man kann selbstverschuldet körperlich unförmig sein, man kann Rauchen wie ein Schlot, man kann ein Charakterschwein sein, egal, gut und böse entscheidet sich in der Propagandawelt ZweiPunktNullZweiPunktNull nur anhand eines körperlichen Kriteriums. Bis vor 2 Jahren hätte Kunky derartige Szenarien für unmöglich gehalten. Er war immer obrigkeitskritisch, er war meistens desillusioniert von Wahlergebnissen aber, diese in der Vergangenheit als nicht unterminierbares Gut wie selbstverständlich in Anspruch genommene Freiheit, eine Meinung mit kritischem Ansatz ohne Repressions- und Selbstzerstörungsängste äußern zu können, diese Freiheit sieht Kunky inzwischen als verloren. Unwiederbringbar? Keine Ahnung. Es heißt, wenn Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht. Es ist die Frage von Recht und Unrecht, die Kunky Probleme bereitet. Kunky war in seiner Jugend ein Billig-Schnaps-trinkender Punk. Er denkt gerne an diese Epoche zurück. Die Zeiten ändern sich. Die Musik mag er immer noch, sein Aussehen gibt allerdings mangels Haarfülle keinen Hinweis mehr darauf. Ob er im Verlaufe seines Lebens immer Recht hatte? Sicher nicht. Hat er heute Recht mit der Meinung, die er sich über die aktuellen Themen gebildet hat? Er kann es nicht für sich beanspruchen. Hat die Propaganda ZweiPunktNullZweiPunktNull Recht. Kampagnen, die es geschafft haben, für sich die Bezeichnung Propaganda zu reklamieren, werden zu ihrer Zeit keine seriöse Bewertung erfahren. Für großflächige Propaganda ist der Zugriff auf weitreichende Medienkanäle erforderlich und mit dem Grundelement von Propaganda, der permanenten Wiederholung der von den Dirigenten gewünschten Aussage, erreicht man tatsächlich eine Meinungs-Zementierung innerhalb großer Teile der Bevölkerung. Für den einen oder anderen erstaunlich, es hat sich aber gezeigt, dass es wahr ist, die Propaganda-Aussage zur verfestigten Meinung großer Teile der Bevölkerung wird. Und dann können viele auf einmal eine manchmal im Umfeld erlebte, in vielen Fällen von anderen gehörte Einzel-Geschichte beisteuern, die die Propaganda-Aussage bestätigt. Es ist wie mit der Geschichte an der Zonengrenze, wo ein westdeutscher Autofahrer zum ostdeutschen Grenzer sagt „Ey, Du Bauer, kannst Du mich mal durchlassen“, der ostdeutsche Grenzer empört auf die Bauer-Anrede reagiert und der westdeutsche Autofahrer sagt: „Aber ihr seid doch ein Arbeiter- und Bauernstaat“. Alle haben gehört, dass das passiert ist und geben es so wieder, wenn man hinterfragt, wo und wie sich das wirklich zugetragen haben soll, bleiben plötzlich nur noch wenige übrig. Wir haben uns immer gefragt, wie es in der deutschen Geschichte zu einer massenhaften Meinungs-Vereinheitlichung kommen konnte, die ins Desaster führte … Was wir heute wissen, die Beurteilung von Systemen erfolgt nicht durch die Führer ihrer Zeit, sie erfolgt später, wenn eine repressalien- und verleumdungsfreie Beurteilung möglich sein wird. Das geht Kunky gerade so durch den Kopf. Und damit ist er wieder an dem Punkt, würde er sich über die diese ideologisch-monopolisierte Verwendung des Begriffs „geimpft“ streiten wollen? Es würde kosten. Und es würde davon abhängen, wie propaganda-ideologisch durchdrungen der Richter ist, der eine solche Rechtsfrage zu beurteilen hätte. Kunky weiß, dass es in Leipzig einen Richter gab, der einen Einspruch gegen eine Maskenpflicht für Kinder auf einen Wert bezifferte anhand dessen die Kosten für die Klägerin auf 24.000 € festgesetzt wurden. Kunky weiß nicht, ob dieser Richter inzwischen das Bundesverdienstkreuz erhalten hat oder, was natürlich noch besser für dessen Gehalts- und Pensionsansprüche auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung wäre, dieser Richter wohlwollend in eine nächsthöhere Stufe gehievt wurde. Natürlich würde Kunky nicht in Nordkorea der Entscheidung eines Richters ausgesetzt sein wollen. Zwei Empfehlungen kann Kunky aber geben, wenn es um die deutsche Justiz geht. In Scheidungsangelegenheiten ist es immer von Nachteil, männlich zu sein. Wenn man diesen Zustand für den Zeitraum des Scheidungsverfahrens ändern kann, sollte man es unbedingt tun. Man(n) sollte auch immer eine AnwältIN als juristische Vertretung wählen, erscheinen zwei Männer im Amts-(Familien-)gericht, ist das nach seiner Erfahrung der verbriefte Todesstoß. Für diese Erkenntnis bedarf es nicht unbedingt des möglicherweise lustig gemeinten Zurufs einer Einlasskontroll-Beamtin eines deutschen Amts-(Familien-)gerichtes zu einem Kollegen „Die neue Vorsitzende hasst Männer.“ Nur eine von Kunkys (amüsanten oder auch nicht) Erfahrungen mit der deutschen Justiz. Es geht somit um objektive Gerichtsbarkeit, ist das überhaupt möglich, objektiv? Jeder Mensch hat Präferenzen, jeder Mensch hat seine persönlichen Einstellungen. Als junger Mensch hat sich Kunky auch von dem Begriff „Die Grünen“ anziehen lassen, darin steckte für ihn eine Haltung, die er voll und ganz unterstützt hatte. Sie haben ihn allerdings in einer für ihn ganz entscheidenden Frage betrogen, als er sie gewählt hatte. Eine Aufforderung, die „Grünen zu hängen“, ist für Kunky aber trotzdem indiskutabel, nichtsdestotrotz gab es zur Zulässigkeit dieser Aussage unterschiedliche Gerichtsurteile. Nun ja, auch dazu wird jeder seine eigene Meinung haben, es zeigt aber deutlich, auch die Entscheidungen der deutschen Justiz hängen von den Einstellungen der jeweils handelnden Individuen ab. Es gibt nicht die absolute Wahrheit, es gibt nicht die absolute Einheitsmeinung. Die Legitimität der deutschen Großmaul-Überheblichkeit gegenüber der Justiz andere Länder ist vor solchen Hintergründen schwer zu bewerten, aber wir wissen es ja „Am deutschen Wesen soll die ganze Welt genesen“, wann, wenn nicht jetzt. Kunky hat keinen Bock auf diese Art „Rechtsstaatlichkeit“, die vom Glück des ernannten Richters abhängt, deshalb schaut er sich nochmals um, diesmal am Schild „Nur für Geimpfte“ vorbei in Richtung der ungesund beleibten blauweißen deutschen Eichen und der mit breiter deutscher Irakkriegstreiberinnen-Taille ausgestatteten Gebüsche, es erscheint nichts verdächtig, es ist kein Anschleichen von Blockwarten oder uniformierten Einheiten erkennbar. Die Sonne ist weitergewandert und steht fast im Zenit. Es ist nicht heiß, aber angenehm. Kunky zieht sich sein Langarm-Shirt aus und genießt diesen Moment der Ruhe, des Friedens, der Schönheit. Den Weg vor der Parkbank mit dem Schild „Nur für Geimpfte“ passieren Läufer, Fahrradfahrer, Spaziergänger. Mit Zunahme der Menschen um ihn herum, fühlt sich auch Kunky sicherer, obwohl er, da kerngesund, objektiv keinen Grund haben sollte, sich gefährdet zu fühlen, aber, kerngesund ist kein relevanter Gesundheitsstatus mehr in der Propagandawelt ZweiPunktNullZweiPunktNull. Es gilt das, was die Kaste einer alten (oder höflicher formuliert: älteren), vom äußeren Anschein her eher den Eindruck einer sich wenig bewegenden, immer in bequemen Limousinen-Rücksitzen beförderten, ungesund lebenden, pompös auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung alimentierten „Volksvertreter“ den braven bei einer Journaille untergekommenen Schreiberlingen diktiert. Sie haben einen Job, kann man ihnen verübeln, wenn sie das machen, was der Auftraggeber ihnen vorgibt? Ist ein „Hallo Wandlitz 1989“ zulässig? Schwierig. In Bezug auf den interessanterweise unter der ehemals stellvertretenden FDJ-Sekretärin wiederauferstandenen „Schwarzen Kanal“ sicherlich ohne jedes Wenn-und-Aber. Es gibt jetzt diese sogenannten „Faktenchecker“, bemerkenswerte Leute, mit ein bisschen selektiver Internetrecherche zeigen sie in Lieschen-Müller-Niveau auf, dass renommierte Wissenschaftler ziemlich dumm sind. Hauptsache, gut bezahlt. Naja, Bildung ist inzwischen sowieso ein total überbewerteter Zweig. Hmmm, man könnte sich die Doktorarbeit unserer Irakkriegstreiberin herunterladen und durchlesen. Ja, öde, aber man braucht keinen wissenschaftlichen Background, man muss nur deutsch können, um zu verstehen, dass da nur anderer Leute Wissen rezitiert wird. Unser Gesundheits-Immobilienhai, ist mit 22 glücklich Abgeordneter geworden, dann eine Lobby-Firma mit Hinweis, dass man Kontakte in den Bundestag hat, gegründet. Unser „Möchtergen-von-München-auf-Berlin-Marschierer-2021“, nie gearbeitet, ein paar Monate beim Bayrischen Rundfunk rumgesessen und alles darangesetzt schnellstens in irgendwelche Landtage zu gelangen, immer von den Steuern der arbeitenden Bevölkerung durchgefüttert. Bildung, überflüssig. Spannend, wenn jetzt all die drei namentlich nicht Benannten behaupten, hey, wir zahlen Steuern. Da kommen wir zu dem Dilemma, dass es in Deutschland rechnerisch über 40 Millionen Steuerzahler gibt, aber kaum 20 Millionen echte Steuereinzahler. Der Rest bekommt sein Gehalt nämlich aus Steuergeldern, dann zu behaupten, man würde aus dem, was sowieso schon Steuergelder sind, selbst Steuern zahlen, eine dialektisch spannende Geschichte.

Kunky weiß nicht so recht, warum plötzlich diese Gedanken in ihm hochsteigen. Die wohlige Sonne über ihm und er sitzt auf einer Parkbank, die diese Personen, an die er gerade denkt, ihm verwehren wollen. Es ist doch alles gut, oder? Manchmal denkt Kunky in solchen Momenten auch an Prop-Lanze. Er hatte mal als einen Kommentar über ihn gelesen, dass dieser ein Talkmaster sei, der nicht neutral moderiert, sondern seinen Gästen aufdoktrinieren will, welche Meinung richtig oder falsch sei. Kunky hat Prop-Lanze noch nie geschaut. Bemerkenswert für Kunky, dass er kürzlich eine Kommentierung gesehen hatte, die allem Anschein genau das „Dazwischengequatsche“ von Prop-Lanze moniert hatte, als die Äußerung eines Gesprächsteilnehmers nicht hinreichend Meinungs-konform war, dieses „Dazwischengequatsche“ aber vom diese Sendung ausrichtenden Sender als vorbildliches Talkmaster-Verhalten verteidigt wurde. Lustig wiederum, oder auch nicht, dass Prop-Lanze von einem Prop-Kollegen auf regelrecht aggressive Art und Weise mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, nicht Propaganda-konforme Talk-Gäste eingeladen zu haben. Nun gut Poohmann (= englischer Künstlername) ist ja bekannt für stilistischen Hochgenuß, das ist hier allerdings nicht wiedergebbar, weil die Autokorrektur diese Texte ablehnt. Da sollte man mal mit Microsoft ein ernstes Wörtchen reden, man sieht doch bei youtube wie wunderbar das geht, dass alles mit propaganda-konformen Signaturen durchgeht, alle nicht von der Propaganda bestätigten Inhalte blockiert werden. Juhuuu, westliche Demokratie 2021, Diskussionen gibt es nicht, freie Meinungsbildung unerwünscht, die Idioten sollen ihre Stimme zur Wahl abgeben, und zwar „richtig“, es gibt nur eine „richtige“ Meinung, und mit Silicon Valley setzen wir das auch im Internet durch.

Kunky sitzt immer noch auf der Parkbank mit dem Schild „Nur für Geimpfte“. Inzwischen ist er entspannt. Es ist Nachmittag. Kunky hat das Gefühl eines ganz normalen Tages, ein paar Dinge gehen ihm durch den Kopf:

Reisen – ist nicht mehr möglich, ok, habe meine Erlebnisse gehabt.

Restaurant – ist nicht mehr möglich, dann kaufe ich mir eben ‘ne Pizza im Supermarkt, bedeutet für mich keine „Miesen“.

Fußball im Stadion – ist nicht mehr möglich, dann eben nicht, war schön, aber wenn Gesunde bei Euch unerwünscht sind, ok, Ihr hättet den Einfluß zur Forderung nach Aufrechterhaltung demokratischer Grundrechte, wenn ihr Euch aber zu Propaganda-Lemmingen macht, dann will ich auch nicht mehr zu Euch

Kunky überlegt, welche Nachteile er hat. Ihm fällt nichts ein. Er kommt aber zu dem Schluß, dass es entscheidend daran liegt, dass er sein Leben gelebt hat. Es sind andere, die leiden, die entscheidende Phasen ihres Lebens unwiederbringlich verloren haben und weiter verlieren. Wegen altersseniler Dummköpfe. DDR 1989?

Kunky hatte Kohl am Anfang gehasst, seine Meinung über ihn später revidiert. Er hatte Schröder unterstützt, ihm aber verübelt, dass er der intriganten Irakkriegstreiberin und ehemals stellvertretenden FDJ-Sekretärin mit der unnötigen vorgezogenen Wahl den Weg zum Ruin Europas geebnet hatte. Kunky fragt sich, wenn die Entwicklung Europas seit 2005 so unter Kohl oder Schröder von statten gegangen wäre, welch Gezeter, welche mediale Hetze gegen die politische Führung hätten wir erlebt … hallo Herr Laschet. Da die oberste politische Verantwortung seit 2005 aber keinem älteren weißen Mann zuzuschreiben ist, gilt das Arschkriecher-Prinzip, ein opportunistischer, intriganter, dicker Arsch mit genug Platz für alle Schleimbolzen, die sich bei der ehemals stellvertretenden FDJ-Sekretärin dafür entschuldigen wollen, dass sie damals in der DDR ihren Auftritt abgesagt hatten, bei den „Links“-Politikern, die die Absetzung der Regierung fordern, die deutsche Vorzeige-Opportunistin aber lobhudeln, bei den SPD-Möchtegerns, die nichts mit der ehrlichen SPD alter Prägung verbindet, die für eigene Posten und Kohle eine auf Lügen basierende Kriegstreiberin in das höchste deutsche Amt befördert haben. Wie hieß es 1945? Nie wieder Krieg. Wir wissen jetzt, dass das so ganz einfach nicht ist, aber einen Krieg zu unterstützen, der auf so lächerlichen Lügen aufgebaut war (siehe Colin Powells blamablen UN-Auftritt mit den 3 die Welt bedrohenden LKW’s - wenn es youtube wegen hochgradiger Peinlichkeit auf Wunsch der ZweiPunktNullZweiPunktNull-Propaganda noch nicht gelöscht hat. 80% der Deutschen haben sich damals davon nicht täuschen lassen, aber unsere „ausgewiesene Wissenschaftlerin“ hat mitgemacht, der Preis war eine Einladung ins Weiße Haus, wow, Margot, da bist Du jetzt aber sauer, stimmt’s? Deine einstmals Untergebene hat’s geschafft, deinen Lebenstraum, einmal ins Weiße Haus, so einfach wäre es gewesen und Du hättest außerdem noch die Chance auf Bundeskanzlerin gehabt, Mensch Margot, alles falsch gemacht, die SED-Blockflötenpartei CDU wäre der richtige Weg gewesen)

Deutschland 2005-2021 juhuuuu …

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