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Trip coincidentia

Aktualisiert: 30. Juni




"Wir müssen mal raus aus der Stadt."


"Inne Natur...runterkommen und abschalten, draußen Mukke machen."


"War noch nicht anbaden dieses Jahr."


"Ich brauch Sonne satt und für den Hund wär es auch schön"


"Au ja"


Fünf gute Gründe, fünf unterschiedliche Typen, und eine Hundedame, zwei Wochen später soll das Vorhaben umgesetzt werden. Ziel polnische Ostsee. Freitag los, Sonntag zurück. Zweimal Übernachten am Strand. Sternenhinmel bei Gitarrenklängen. Sämtlicher Kitsch geht uns durch den Kopf.


Genau an diesem besagten Wochenende soll bomben Wetter werden.

33⁰ inna Stadt

Anna See mindestens 25⁰. Geil.

Albi, Rolfi, Cat, Dino und Desh und Mevy, der Hund....uf jeht's.


Ein Tag vor Abfahrt.

"Kann erst 12h samstags los." sagt Rolfi.

"Muss Nachtschicht machen, also ick och erst am Samstag." sagt Cat.

"Leute, ick kann nich mit. Meene Psüche macht nich mit. Halt dit gloob ick im Auto nich 3h inna Hitze durch. Sry." sagt Desh.

"Mhmm also nur eene Nacht. Denn so lange fahren. Mmmh hab och n Date am Sonntag....ick gloob ick fahr doch nicht mit..." sagt Dino.

Und alles Vorhaben droht zu Scheitern.


Beratungen. Optionen durchgehen.

Jut. Denn Samstag.

Ohne date vorhabende Dino, aber Desh kriegen wir überredet doch mitzukommen.

Dann halt nich anne Ostsee. Brandenburg...nur eine Stunde weg. Holen Rolfi noch aus dem Proberaum ab. Der brauch noch unbedingt n Sixpack. Denn nochmal schnell in Supermarkt. Gegen 18h sind wir an der Grenze zu Brandenburg. Phone call. Dino würde doch mitkommen....

Na denn ab inne Bahn. Wir warten S-Bahnhof Ahrensfelde..."Ach ihr seid schon los, nee denn nich, habt viel Spass u macht viele Fotos."

Jut. Schade, ohne sie verlassen wir die Stadt.

Kurz vorm Ziel in der brandenburgischen Pampa, fällt Rolfi ein, dass er noch was zu Essen bräuchte. "Warn wir nich vorhin noch in der Koofhalle?"

"Ja, hab da aber irgendwie nich dran jedacht."

"19h in Brandenburg am Samstag, wo willstn hier was koofen?"

"Ja ok, denn nich."

Desh hat aber ein paar mehr Brötchen dabei und Rolfi bekommt natürlich was ab. Denn ENDLICH kommen wir an eine wirklich schöne Stelle und bauen unser Lager auf. Es ist ruhig und auch wir werden ruhiger, das Gehetze, der Stress der Stadt fällt von uns ab.


Feuerholz sammeln. Rolfi holt den

tragbaren Verstärker raus, Gitarre anschließen. Jetzt wirds schön. Verstärker hatt n Wackelkontakt, naja.....

aber mit Phanatsie hört es sich voll sphärisch an. Der Wind rauscht, die Vögel erzählen sich gegenseitig vom Tag und morgen früh, ob sie noch da sind...

Mücken kommen.

"Willste nich ne Jacke anziehen?"

"Hab keene bei."

"Bist nur in T-Shirt los?"

"Ne Decke hab ich bei."

Zeigend auf ein superdünnes Deckchen.

Glücklicherweise finden sich Jacke und Schlafsack, weil Albi sich auszeichnet auf den Weltuntergang vorbereitet zu haben scheint. Sämtliche Überlebensgadgets hat er besorgt. Wasserfilter, Schlafsäcke, Stirn-, und Kurbellampe, Gaskocher, selbstaufblasende Isomatte, erste Hilfe Set, Holzanzünder, Spaten, um ein Klo zu buddeln...an das allerwichtigste hat aber Cat gedacht. Kaffee.

Ohne sie wären wir wohl voll aufgeschmissen gewesen. Das weiß jeder, der morgens in der Natur aufwacht und im Sonnenschein einen Kaffee trinken kann.





Es wird dunkel und Mevy will ins Bett, sie bekommt den Autoschlafplatz. Wir anderen pennen draußen.




Ein dreistündiges Schachspiel, welches Rolfi für sich entscheidet, rundet den Abend ab. Das Feuer brennt die ganze Nacht, in der es nicht lange dunkel ist.





"How rare and beautiful it is to even exist" sleeping at last







Danke für den schönen Trip

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